Bohrerodieren – präzise Startlöcher
Mit unserem modernen Maschinenpark ermöglichen wir Startlochbohrungen in leitfähigen Werkstoffen ab einem Durchmesser von nur 0,4 mm und das
- schnell,
- exakt,
- wirtschaftlich.
Egal ob Einzelanfertigung oder Serienauftrag: Wir schaffen die Basis für präzise Folgeprozesse im Werkzeug- und Formenbau.
Was ist Bohrerodieren bzw. Startlochbohren?
Bohrerodieren – auch Startlochbohren genannt – ist ein spezielles Erodierverfahren, bei dem mittels einer rotierenden Hohlelektrode Startlöcher in elektrisch leitfähigen Materialien erzeugt werden. Dabei wird durch Funkenerosion, also gezielte elektrische Funkenentladungen zwischen Elektrode und Werkstück, Material kontaktlos und präzise abgetragen. Die so hergestellten Löcher dienen beispielsweise als Ansatzpunkte für spätere Drahterodierprozesse.
Bohrerodieren statt Bohren: Wann Bohrerodieren die beste Lösung ist
Bohrerodieren ist die erste Wahl, wenn Präzision, Materialhärte und Bohrtiefe gefragt sind – besonders bei Startlöchern für das Drahterodieren oder bei schwer zerspanbaren Werkstoffen.
Bohren vs. Bohrerodieren |
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Unsere technischen Möglichkeiten beim Startlochbohren
Für Startlochbohrungen setzen wir moderne Bohrerodiermaschinen wie die River HP 600 ein. Damit bearbeiten wir leitfähige Werkstoffe präzise und prozesssicher – auch bei kleinen Durchmessern ab 0,4 mm, großen Bohrtiefen oder komplexen Geometrien. Die Maschine ist auf hohe Wiederholgenauigkeit ausgelegt und eignet sich für Einzelteile ebenso wie für Kleinserien. Nachfolgend finden Sie die wichtigsten technischen Parameter im Überblick:
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- Bohrdurchmesser: 0,4 mm bis 6 mm
- Werkstoffe: Alle leitfähigen Metalle wie Stahl, Hartmetall, Titan, Kupfer, Aluminium
- Bohrtiefe: bis 1:100
- Toleranzen: ±0,01 mm
- Verfahrensweg: Ocean 600 x 400 Z400
- Bauteilhöhe: max. 450 mm
- Werkstückgewicht: max. 800 kg
- Seriengröße: Einzelteile bis Kleinserie
Typische Anwendungen für Bohrerodieren – Präzise Startlöcher und Funktionsbohrungen
1. Startlöcher für Drahterodieren
- Hauptanwendung: Vorbereitung von Durchgangslöchern in Werkstücken, durch die später beim Drahterodieren der Draht eingefädelt wird.
- Besonders bei geschlossenen Konturen (Innenausschnitte, Formen).
2. Tieflochbohrungen in harten und schwer zerspanbaren Materialien
- Z. B. in gehärtetem Stahl, Hartmetall, Titan, Inconel usw.
- Wenn herkömmliche Bohrverfahren versagen oder zu langsam wären.
3. Kühlkanäle in Werkzeugen und Formen
- In Spritzgussformen, Druckgussformen, Stanzwerkzeugen usw.
- Tiefe, schmale Kanäle mit kleinem Durchmesser (oft 0,3 bis 6 mm).
4. Öffnungen in Turbinenteilen
- Z. B. feine Kühlluftbohrungen in Turbinenschaufeln (Luftfahrt, Kraftwerkstechnik).
- Extreme Materialien wie Nickelbasislegierungen, die schwer zu zerspanen sind.
5. Mikrobohrungen für Medizintechnik und Uhrenindustrie
- Präzise Bohrungen in sehr kleinen Dimensionen.
- Geeignet für komplexe, empfindliche Werkstücke.
6. Entfernung abgebrochener Bohrer oder Gewindebohrer
- Bohrerodieren kann verwendet werden, um defekte Werkzeuge zerstörungsfrei aus Werkstücken zu entfernen.
Startlochbohrung
Startlochbohrung
Elektrodensortiment
Bohrerodieren mit Rüde – Ihre Vorteile auf einen Blick
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✅ Schnelle Reaktionszeiten – kurze Bearbeitungs- & Lieferzeiten
✅ Hohe Wiederholgenauigkeit – ideal für Serien und Ersatzteile
✅ Kompetente Beratung – technische Machbarkeit prüfen wir vorab
✅ Zuverlässiger Partner – termintreu & flexibel, auch bei Eilaufträgen
✅ Synergie im Haus – Kombination mit Drahterodieren & Senkerodieren möglich
Bohrerodieren bei Rüde heißt: präzise Ergebnisse, schnelle Abläufe und höchste Prozesssicherheit – vom Einzelteil bis zur Kleinserie.
⭐ FAQ – häufige Fragen zu Bohrerodieren
Funkenerosives Bohren – auch Bohrerodieren genannt – ist ein Verfahren, bei dem mithilfe elektrischer Entladungen präzise Löcher in leitfähige Materialien eingebracht werden – ganz ohne mechanischen Kontakt.
Erodieren bedeutet, Material mithilfe von elektrischen Funken sehr präzise abzutragen – besonders bei harten oder schwer zerspanbaren Werkstoffen.
Beispielweise entsteht mit einer 1er Elektrode eine ca. 1,1er Bohrung. Das heißt, die tatsächliche Bohrung ist größer als der Elektrodendurchmesser. Das liegt am Funkenspalt (auch Entladungsspalt genannt).
Ja. Um Löcher in Hartmetall einbringen zu können, setzen wir Kupfer-Elektroden ein.
In der Regel innerhalb von 1–3 Werktagen – abhängig von Stückzahl und Material.
Ja. Auch Bohrtiefen mit einem Verhältnis von bis zu 1:100 (z. B. 1 mm Durchmesser auf 100 mm Tiefe) sind realisierbar.


